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Das Kulturerbe von Grimentz |
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Das Dorf von Grimentz wurde am 12. und 14. Mai 1999 durch Unwetter teilweise zerstört.
Der identische Wiederaufbau und der Erhalt der ehemaligen Architektur rief die Gesellschaft «Association du Patrimoine» von Grimentz ins Leben.
Es wurde ein Projekt gestartet, in dem die gesamte Planung und Finanzierung für einen identischen Wiederaufbau festgelegt wurden. Die Gesellschaft vereinigt zurzeit 200 Mitglieder, die alle durch ihre Zugehörigkeit zum Dorf miteinander verbunden sind.
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Der Gletscherwein |
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Der Gletscherwein. Ein Weinmythus. |
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Der einzigartige Gletscherwein ist auf der ganzen Welt berühmt.
Dieser Wein gehört zum Annivierstal und ganz besonders zu Grimentz. Der Gletscherwein ist ein Weinmythus, der nur in den Kellern der Dörfer gekostet werden kann.
Das Grundprinzip des Gletscherweines ist ganz einfach: Die Fässer sind niemals richtig leer gewesen und jedes Jahr wird der neue Wein dem alten zugefüllt. Der älteste Wein ist mehr als 125 Jahre alt!
Schon alleine nur in Grimentz zählt man an die 100 Keller. Jeder zählt ein Fass Gletscherwein zu seinem stolzen Eigentum und hegt und pflegt es liebevoll!
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Die Geheimnisse, die um den Gletscherwein kreisen, sind zahlreich.
Viel zu oft erscheint es, das es schwer ist, Gletscherwein überhaupt zu finden, da er meistens reserviert wird für ganz besondere Leute und Ereignisse. Und wenn Sie den Lieferanten ansprechen, wird er Ihnen versichern, dass der Wein nicht in den Geschäften zu finden ist. Die rare Perle befindet sich also in Grimentz.
Ein geheimnisvoller Wein, geboren aus einer vergangenen Walliser Tradition. Der Gletscherwein hat einen ganz speziellen Charakter und Geschmack – einzigartig auf der Welt. Dieser wurde seit fünf Jahrhunderten von den letzten Nomaden aus Westeuropa geformt - den Anniviarden.
Einen Gletscherwein trinken zu dürfen, muss man sich wahrhaftig verdienen. Wenn Sie nicht gerade einen Einheimischen aus dem Annivierstal gut kennen und dieser Ihnen ein Gläschen kredenzt, bleibt Ihnen nur noch ein Weg, um an das Getränk heran zu kommen: Kommen Sie nach Grimentz und profitieren Sie von dem Glücksfall, dass unsere Gäste jeden Montag in der Saison oder auf Anfrage im Tourismusbüro den Keller der Bourgeoisie besuchen können. Wo in den grossen Holzfässern das köstliche Weingut wartet.
Warum wird der Gletscherwein immer noch angeboten?
Geht man einmal von dem Grundgedanken aus, das ein Volk ohne Tradition keine Zukunft hat, dann können wir in Grimentz nur sagen: Wir möchten noch viel von unserem Leben haben! Und wir möchten unsere Traditionen weiterleben lassen und natürlich auch das alte Wissen weitergeben. So gibt es also auch immer noch den Gletscherwein – einzigartig auf unserer Welt.
Gletscherwein – eine Zukunft im Handel ?
Niemals. Der Gletscherwein ist eine Kuriosität, die viel Einsatz und Zeit in Anspruch nimmt. Dieser Wein ist das Symbol unserer Tradition, doch niemals würden wir unsere Seele verkaufen!
Wie und wo trinkt man den Gletscherwein?
Der Wein wird nur in einem Weinkeller getrunken!
Dieser seltene Wein wird ohne irgendwelche Zusätze und Beigaben getrunken, nu rein sehr alter Käse dazu ist erlaubt. Der Wein hat ein sehr starkes und ausgeprägtes Aroma und wird aus diesem Grund immer am Ende einer Weinprobe gereicht. Wird diese Regel nicht beachtet, wird der Geschmack der anderen Weine negativ beeinflusst. Der Wein muss sehr kühl getrunken werden – es handelt sich schliesslich auch um Gletscherwein!
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Die Geranien von Grimentz |
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Die Geranien und Grimentz kann man nicht voneinander trennen, es besteht eine liebevolle Beziehung.
Im Jahre 1930 begannen die Einwohner von Grimentz ihre Balkone mit Geranien zu schmücken. Diese Tradition wurde von Generation zu Generation weiter gegeben. Der Ursprung dieser hübschen Angewohnheit geht auf das Schmücken der Kirchen mit Blumen zurück. So zeigten die Menschen ihre Liebe und Zugehörigkeit zur Religion und baten darum, dass ihre frommen Wünsche in Erfüllung gingen.
Heute verschwindet diese Art, um seine Wünsche zu bitten vielleicht ein wenig, doch Jeder schmückt weiterhin seine Fenster, Balkone und Gartenwege mit Geranien. Das alte Dorf und seine von der Sonne bräunlich getönten Kornspeicher erhalten damit eine farbliche freundliche Umgebung, in der es sich wunderbar leben lässt.
Ein wahrer « Augenschmaus », den Sie sich nicht entgehen lassen sollten.
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Die Eringerrasse |
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Im Wallis gibt es eine Rinderrasse, die einzigartig auf der Welt ist: Die Eringerrasse.
Diese robusten Kühe besitzen die besondere Eigenschaft, um die Herstellung der Hierarchie in ihrer Truppe zu kämpfen. Die Kuhkämpfe laufen ganz natürlich ab.
Im Frühling verlassen die Kühe ihren Stall und während des Almaufstieges richten sie ihre Hörner gegeneinander und die Natur nimmt ihren natürlichen Verlauf.
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Die Ursprünge der Eringerrasse.
Die Eringerrasse ist wahrscheinlich der Rest einer Rinderrasse, die im Alpengebiet zwischen Österreich und Savoyen heimisch war. Der Schädelform nach gehören diese Kühe zu den kurz- und rundschädeligen Kühen, die man von einer kleinen neolithischen Rinderrasse kennt. Die Rindervorfahren waren im Wallis im Jahre 3000 vor Jesus Christi vorhanden. Es wurde aus dieser Zeit ein Schädelstück beim der archäologischen Ausgrabungsstelle von Sion – Sankt - Guérin (Chaix 1986) gefunden.
Die Geschichte der Eringerrasse
Die Abtrennung der Rasse beginnt im Wallis 1860. Ab 1835, Datum der ersten Verordnung des republikanischen Landtages, wurden Wettbewerbe der männlichen Zuchttiere eingeführt. Bis 1859 waren die Kenntnisse über die Rasse noch sehr ungenau und man ordnete dieses Vieh den kleineren Bergrassen zu. 1859 wurde die Rasse aus Evolène, seit 1861 unter den Namen Eringerrasse bekannt, das erste Mal auf den Wettbewerbslisten erwähnt. Die genauere Beschreibung der Rasse wurde erst 1885 in der gesetzlichen Verordnung des kantonalen Walliser Gesetzes für die Zucht aus dem Jahre 1884 wie folgt festgelegt: einheitliches Deckfell, helles kastanienbraun, schwarz oder rötlich, mit hellen Streifen im Rückenfell. Diese diktierte Auswahl war zur damaligen Zeit nötig, um die Identität der Eringerrasse gegenüber den anderen schweizerischen Rassen zu bestätigen, nach einer Periode zootechnischer Ungewissheiten und Zuchtkreuzungen. Seitdem wurden die Farbmischungen, von denen eine die mehrfarbige Variante war, nicht mehr zugelassen. Doch die Geschichte einer Rasse unterbricht sich nicht so einfach. Heute wünschen einige Züchter die Wiedereinführung der mehrfarbigen Rasse.
Die typischen Merkmale der Eringerrasse
Die Tiere sind von mittlerer Grösse, stämmig, breit und sehr muskulös. Der Knochenbau ist fein, doch robust. Der Kopf ist kurz und breit, die Hörner sind kräftig ausgeprägt. Der Blick ist lebhaft und ausdrucksvoll, das Vorderteil des Kopfes ist eher gerade und das Maul ist breit. Die Beine sind kurz und kräftig, mit sehr harten Hufen. Das Auftreten ist meistens korrekt, das Benehmen lebhaft und frei.
Das Fell der Eringer Rasse
Die Farbe des Felles ist einfarbig und variiert zwischen schwarz und fahlrot. Die Schleimhäute, Hufe und Hornspitzen sind schieferfarbig oder schwarz. Da die farbigen Arten bei der Auswahl sehr bewundert werden, konnten so verschiedene Farbschattierungen erhalten bleiben. Eine seltene besondere Eigenschaft tritt bei den Jungtieren auf, deren Fellfarbe sich während einer Art « Mauser » ändert. Rote Fellzonen auf dem Körper werden schwarz, der schwarze Rückenstreifen wird rot.
Die Kampflust der Eringerrasse
Die Tiere dieser Rasse haben ein lebhaftes und streitlustiges Temperament. Dieses drücken die Tiere in einem dominanten starken Ritual aus. Die Kämpfe, die aus einem natürlichen Instinkt entstehen, finden beim Weiden statt, beim Almauftrieb oder beim Zusammentreffen von zwei Herden zum Markieren. Diese Eigenschaft bildet natürlich die Basis zum Organisieren von Kuhkämpfen im Frühling. Bei diesen Veranstaltungen sind hunderte von Tieren je nach Alter und Gewicht in verschiedene Kategorien aufgeteilt. Nach mehreren Turnieren wird die Gewinnerin als « Königin » von der Jury ausgezeichnet. Ähnliche Veranstaltungen werden auch im Aostatal mit den Tieren der Rasse Castana veranstaltet und seit einigen Jahren findet jedes Jahr ein Kampf im Chamonixtal statt. Die Kampffähigkeit gehört zum genetischen Erbe der Rasse und obwohl keine Nachforschungen unternommen wurden, gibt es keinen Zweifel daran, dass sich diese Eigenschaft vererbt.
Die Robustheit der Eringerrasse
Die Eringerkuh ist durch den Einfluss der Berge eine ausgezeichnete Marschiererin und bewegt sich auch im schwierigeren Gelände problemlos fort. Diese Rasse hat sich ein sehr ausgeprägtes Herdenverhalten bewahrt. Ein Zusammenhalten der Tiere auf den Almwiesen selbst von grossen Herden ist so einfacher. Die Kühe besitzen einen sehr gut entwickelten Mutterinstinkt und haben wenige Probleme beim Kalben.
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Die Entwicklungsgeschichte |
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Gleich seinen Nachbarn im Val d'Anniviers war Grimentz während Jahrhunderten nur ein kleines, ignoriertes Dorf. Die Dorfbewohner von Grimentz, die hauptsächlich von der Landwirtschaft lebten, praktizierten das Nomadentum. Vom Dorf zu der Stadt Sierre : das Vieh und die Felder in den Bergen, die Reben in der Talebene. Jede Familie folgte diesem unaufhörlichen Gesetz.
Die wirtschaftlichen Veränderungen der fünfziger Jahre sollten diese Lebensweise, obwohl seit Jahrzehnten verankert, in Frage stellen. Modernisierung der Produktionsmethoden, Explosion der Maschinen und der Technik, sollten sehr schnell der Berglandwirtschaft jegliche Hoffnung auf Konkurrenz nehmen, mit der unumgänglichen Folgeerscheinung einer "logischen" Entvölkerung der Dorfbewohner. Ausweichmöglichkeiten waren praktisch nicht vorhanden und so war es allein ein Verwachsensein mit der Erde der Vorväter, das unter harten Bedingungen, es dem Dorf möglich machte, im Winter ein klein wenig Leben zu bewahren. Die jungen Leute hatten hingegen nur eine einzige Wahl : das Exil in die Stadt.
In den siebziger Jahren zählte Grimentz nur noch 212 Einwohner, und um diesem Bevölkerungsrückgang Abhilfe zu schaffen gab es nur eine Lösung : der Fremdenverkehr. |
Die verschiedenen Sektoren
Fast alle wirtschaftlichen Aktivitäten des Dorfes stehen in direkter Verbindung mit den Tätigkeiten im Fremdenverkehr. Grimentz hat es verstanden, und das ist einer seiner Trümpfe, ebenso gut im sekundären wie im tertiären Bereich vielseitig zu sein, und dadurch eine reiche Palette an Arbeitsplätzen und qualifizierten Stellen anbieten zu können.
Fast alle wirtschaftlichen Aktivitäten des Dorfes stehen in direkter Verbindung mit den Tätigkeiten im Fremdenverkehr. Grimentz hat es verstanden, und das ist einer seiner Trümpfe, ebenso gut im sekundären wie im tertiären Bereich vielseitig zu sein, und dadurch eine reiche Palette an Arbeitsplätzen und qualifizierten Stellen anbieten zu können.
Der Bausektor hat ebenfalls diesen Aufschwung miterlebt.
Der Sektor des Kunsthandwerks erinnert daran, dass Kunst Leben bedeutet, und dass das Dorf lebendig ist.
Was die Hoteliers und Wirte betrifft, bilden sie natürlich die zahlreichste Gruppe.
Allein die Liftgesellschaft bietet zahlreiche Saison- und Ganzjahresstellen, was dazu beiträgt, den Arbeitern im Bausektor im Winter zu Anstellungen zu verhelfen.
Auf dem Weg in die Zukunft
1958, erster Skilift des Val d'Anniviers in Grimentz. Das Ziel einiger Idealisten, die zu dieser Zeit nicht den Wintertourismus fördern, sondern nur ein sportliches Vergnügen bieten wollten.
1968, Grimentz war mit dem Bau des Sesselliftes Grimentz-Bendolla und dem Skilift Marais auf dem Weg ein echter Winterkurort zu werden.
Bisher war Grimentz hauptsächlich Sommerkurort, doch die Tendenz hat sich nun geändert. Der Winter entthronte den Sommer in den fast gleichen Proportionen wie Heute : 2/3 - 1/3.
Mit der Ausarbeitung der ersten Phase der Verwirklichung des aktuellen Skigebietes, haben unsere Autoritäten den Bevölkerungsschwund stoppen können, indem sie der neuen Generation Arbeitsplätze geboten haben, mit der glücklichen Konsequenz eines regelmässig steigenden Einwohnerzuwachses.
Heute zählt Grimentz 450 Dorfbewohner. Der Altersdurchschnitt ist gleichzeitig gesunken. Diese Jugend ist sich der ihr gebotenen Lebensqualität bewußt, und bestrebt diese zu erhalten.
Der 29. August 1967 ist ein wichtiges Datum im touristischen Aufschwung von Grimentz. An diesem Tag plant der Vorstand die Eröffnung eines Büros, das sich mit der Hotel- und Chaletreservierung beschäftigen soll, das als Wechselstube dienen, die Anmeldungen für die Skischule annehmen, die Karten für den Lift verkaufen, sowie Wanderungen für die Kurgäste organisieren soll.
Am 13. August 1969 wird das Verkehrsbüro eingeweiht. Grimentz kann ab jetzt seine touristische Infrastruktur richtig zur Geltung bringen.
Noch ein Wort
Grimentz ist ein typisches, wenn nicht das typischste Walliser Dorf. Seine Vergangenheit erlaubt ihm den Titel Kurort, zu Gunsten von Sportdorf, zurückzuweisen. Eine Nuance von grosser Wichtigkeit. In der Tat bietet Grimentz, im Gegensatz zu einem "gebauten" Kurort, zu den touristischen und sportlichen Möglichkeiten, eine Seele, die nur ein, durch Jahrhunderte entwickelter Respekt der traditionellen Werte schaffen kann.
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